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Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet

Remscheid. Nach mehr als acht Jahren übergaben am 4.Februar Vertreter des Ortsverbands Remscheid den Abschlussbericht über die Erprobung der Einsatzrettungsspinne an THW-Präsident Albrecht Broemme und den Landesbeauftragten für NRW Dr. Hans-Ingo Schliwienski.

Die Rettungsspinne unterstützt Einsatzkräfte als fernsteuerbarer hydraulischer Geräteträger in unwegsamen Einsatzarealen und Hochrisikobereichen. Durch ihren Einsatz wird ein besserer Schutz für die Einsatzkräfte gewährleistet. In den acht Jahren der Erprobung konnte das Team, bestehend aus Helferinnen und Helfern der THW Ortsverbände Berchtesgadener Land und Remscheid, viele Eindrücke und Testergebnisse bei bundesweiten Einsätzen sammeln. 

Besonders hervorzuheben ist ein Einsatz in einem Holzwerk in Bayern. Hier kam der Nutzen der  vollen Fernsteuerbarkeit des Rettungsgerätes zum Tragen. Die Einsatzrettungsspinne wurde an einem Kran hängend eingesetzt, um einen Schwelbrand in einem einsturzgefährdeten Spänesilo zu bekämpfen. In diesem Einsatz war die fernsteuerbare Rettungsspinne unerlässlich, weil bei herkömmliche Methoden die Einsatzkräfte im direkten Gefahrenbereich arbeiten hätte müssen.

Dieser Einsatz wurde zum Anlass genommen, die Einsatzrettungsspinne mit einem Videosystem auszustatten. Hierbei wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ein System entwickelt, um die Einsatzrettungsspinne aus der Ferne genauer steuern zu können. Einsätze aus mehr als 100 Metern Entfernung sind so einfacher zu absolvieren da die Einsatzkräfte das Geschehen genau über den in die Fernbedienung integrierten Monitor verfolgen können.

Die Vorteile der Rettungsspinne liegen in ihrer Anpassungsfähigkeit, dem Sicherheitsgewinn für die eingesetzten Rettungskräfte und der Einsetzbarkeit im Trümmerbereich sowie in stark strukturierten Geländen. Der Abschlussbericht fließt in den Entscheidungsfindungsprozess über eine mögliche Beschaffung weiterer Rettungsspinnen im THW ein. 

04.02.2017
Von: Florian Berger, OV Remscheid
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Fotos

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Ein Baggerführer präsentiert THW-Präsident Albrecht Broemme die Schnellwechselkupplung der Einsatzrettungsspinne (Bild: THW/ Florian Berger)

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Das Überwinden eines freistehenden Hindernisses ist ohne Aufsetzen des Fahrzeuges bis zu einer Höhe von 1,10m möglich (Bild: THW/ Florian Berger)

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Ein Helfer demonstriert die Feinfühligkeit und Genauigkeit der Rettungsspinne (Bild: THW/ Florian Berger)

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Das Wechseln der Anbaugeräte ist in 30 Sekunden möglich (Bild: THW/ Florian Berger)

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Dr. Thomas Wellenhofer (links, OV Berchtesgadener Land) und Christoph Rühl (2 v.l., OV Remscheid) übergeben Erprobungsbericht an THW-Präsident Albrecht Broemme

Erprobung der Einsatzrettungsspinne erfolgreich beendet
Gruppenbild vor der Einsatzrettungsspinne (Bild: THW/ Elias El Ghorchi)

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