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THW-Thema
 

Einsatz-Gerüstsystem (EGS)

Abstützen mit dem EGS (Bild: THW / OV Remscheid)

Mit der Auslieferung der ersten Gerüstbausätze 1997 begannen in vielen Ortsverbänden entsprechende Ausbildungsmaßnahmen. Dabei erkannte man nicht nur sehr schnell die Vorteile dieses Systems, sondern gelangte auch zu der Erkenntnis, dass sich mit sinnvollen Erweiterungen völlig neue Möglichkeiten und Erfahrungen bei Rettungs- und Bergearbeiten ergeben.

Gemeinsam mit der THW-Leitung, den Landesverbänden Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie der THW-Bundesschule wurde in mehreren Workshops ein Konzept entwickelt, das unter dem Oberbegriff Einsatz-Gerüstsystem (EGS) inzwischen auch in der StAN fest verankert ist.  Einmal pro OV wird den Bergungsgruppen ein  Einsatz-Gerüstsystem (EGS) für ein vielseitiges Verwendungsspektrum bei Rettungs-, Bergungs-, Sicherungsarbeiten beigestellt.

Mittlerweile ist das EGS der B1 des ersten Technischen Zuges eines Ortsverbandes angegliedert, auch der Aufbau wird mit dem Personal der Bergungsgruppen bestritten. Hier geht es vor allem im Abstützbereich um Statik und damit um Sicherheit, daher empfiehlt sich unbedingt, die vom LV NW und den Schulen angebotenen Lehrgänge zu besuchen. Ebenso ist dazu zu raten, mindestens einen Baufachberater im Team zu haben.

Die Vorteile des EGS liegen neben dem vergleichsweise geringen Handlinggewicht vor allem in der Vielseitigkeit. Neben der Kernaufgabe Abstützen von einsturzgefährdeten Gebäuden (Gebäudeteilen) ist das EGS auch für zahlreiche andere Aufgaben im Bergungs- und Rettungswesen einsetzbar. Hierzu gehört der Bau von Arbeits- und Rettungsplattformen ebenso wie der Stegebau.

Das EGS besteht in Basis aus den Bausätzen 1-2, sowie den Bausätzen 3 und 4 und den Rüstholzsatz welche als Fremdbeschaffung in die StAN aufgenommen wurden. Dazu gibt es eine Reihe Sonderbausätze, wie z. B. die Ankerstäbe oder die Mehrzweckplane. Weitere Informationen hierzu findet man unter http://www.thw-egs.de

Die zum Aufbau benötigte Werkzeugausstattung ist recht einfach: Latthämmer, Wasserwaage und Holz zum Unterbauen reichen in den meisten Fällen völlig aus. Wo sich Ortsverbände auf das EGS spezialisiert haben, ist es in der Regel fest verlastet. Hierzu gibt es unterschiedliche Konzepte, die vom normalen 2-Achsanhänger bis hin zu Wechselpritschen reichen.

Größere Materialmengen EGS existieren u. a. in den Ortsverbänden Bonn, Datteln, Dorsten-Gladbeck, Gütersloh, Hückelhoven, Recklinghausen und Remscheid. Die Paten-Geschäftsstelle für das EGS ist Bochum.

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