Technisches Hilfswerk
 

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen

Der THW-Landesverband Nordrhein-Westfalen wurde im Jahre 1952 gegründet. Er ist mit insgesamt über 18.000 Helfern der bundesweit größte Landesverband des Technischen Hilfswerks. Die außergewöhnlich hohe Anzahl von 12 Geschäftsstellen und 127 Ortsverbänden auf einer Fläche von 34.000 Quadratkilometern hat ihre Ursache vor allem in der großen Bevölkerungsdichte des Bundeslandes mit seinen über 18 Millionen Einwohnern.

Das Land Nordrhein-Westfalen mit seiner heterogenen Siedlungsstruktur – das größte Ballungsgebiet Europas an Rhein und Ruhr einerseits sowie ländlich geprägte Gebiete wie Niederrhein, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Sauerland und Siegerland andererseits – stellt auch das THW immer wieder vor interessante Herausforderungen, die in enger Kooperation mit den Behörden und Organisationen der Gefahrenabwehr gemeistert werden. Das vielfältige Kulturleben des Landes bietet dem THW vielfältige Möglichkeiten, seine Kernkompetenzen einzubringen. So wurden die Helfer in blau bei zahlreichen Großereignissen wie dem Weltjugendtag 2005 in die Planungen und Durchführung eingebunden. Auch bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde das Technische Hilfswerk durch die drei nordrhein-westfälischen Spielorte Köln, Dortmund und Gelsenkirchen besonders gefordert.

Gemäß dem Anrainerstaatenkonzept steht der Landesverband Nordrhein-Westfalen in enger Kooperation mit den Nachbarstaaten Belgien und Niederlande. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Landesregierung konnte das THW-NRW eine große Zahl von Auslandseinsätzen und –projekten z.B. in Rumänien, Ungarn oder Bulgarien erfolgreich durchführen und verfügt so über außergewöhnliche Auslandskompetenz.

Besondere Einsatzschwerpunkte ergeben sich durch die Fachgruppen SEEBA und SEEWA. Die zusammen mit dem Länderverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland aufgestellte SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit für Bergung im Ausland) ist eine operativ-taktische Einheit, die insbesondere Ortung, Rettung und Bergung bei Großschadenslagen im Ausland durchführt und innerhalb von sechs Stunden nach Alarmierung zum autarken Einsatz abflugbereit ist. In Kooperation mit dem Länderverband Bremen/Niedersachsen wird die SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit Wasserversorgung Ausland) betrieben, die innerhalb von zwölf Stunden abflugbereit ist und auf Gefahren im Bereich der Trinkwasserversorgung im Ausland reagiert.

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